Private Krankenversicherung auch als
Zusatzversicherung eine Alternative
Die gesetzlichen Krankenkassen müssen sparen. Im Zuge der Gesundheitsreform
wurden Leistungen gestrichen, so dass durch die GKV´s lediglich eine Grundversorgung geleistet werden kann – da
haben es privat Versicherte deutlich besser. Nun kann jemand, der als Arbeitnehmer bei einem Unternehmen angestellt
ist, sich erst einmal nicht privat versichern, da dies ein bestimmtes Einkommen erforderlich macht. Doch auch für
„Normalverdienende“ gibt es die Möglichkeit, einen Versicherungsschutz zu erreichen, der dem einer privat
versicherten Person nahe kommt. Mit privaten Zusatzversicherungen könne vor allem die Bereiche abgedeckt werden,
die die gesetzlichen Krankenkassen nicht übernehmen: Die Unterbringung im Einbettzimmer und die Chefarztbehandlung
gehören dazu ebenso, wie die zusätzlichen Leistungen für Zahnersatz oder die Behandlung durch einen
Heilpraktiker.
Welche zusätzliche Krankenversicherung (individual health insurance) zur gesetzlichen Krankenversicherung Sinn macht, muss jeder im
Einzelfall selbst entscheiden. Ein 22-jähriger Berufsanfänger braucht nicht unbedingt eine
Zahnzusatzversicherung – außer, er hat sehr schlechte Zähne und muss bereits jetzt schon regelmäßig aufwendige
Behandlungen an seinen Zähnen vornehmen. Wer sowieso nie zum Heilpraktiker geht, der braucht in einer ambulanten
Zusatzversicherung nicht darauf zu achten, dass diese Behandlung mit bezahlt wird. Allerdings sollte man auch
immer bedenken, dass private Zusatzversicherungen umso teurer werden, je älter man zum Zeitpunkt des Abschlusses
ist.
Bei der Auswahl von privaten Zusatzversicherungen kann man im Prinzip zwischen Modultarifen und Ergänzungstarifen
wählen. Beide ergänzen den Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenkasse. Während man bei den Modultarifen
jedoch einzelne Leistungen zusätzlich versichert, schließt man mit den Ergänzungstarifen Leistungslücken der
gesetzlichen Krankenkassen. Mehrere Zusatzleistungen werden hier kombiniert. Wer einen relativ günstigen
Rundumschutz sucht, der ist mit diesen Tarifen gut bedient. Eine weitere mögliche Zusatzversicherung zur GKV ist
die Krankentagegeldversicherung. Wer eine solche Versicherung abschließt, der erhält bei langen
Krankenhausaufenthalten Zahlungen, die über die gesetzlich bestimmten Zeiträume und Prozentanteile hinausgehen.
Ein optimal für den Einzelfall zugeschnittenes Paket berücksichtigt die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse
und ergänzt diese durch private Zusatzversicherungen, so dass ein Versicherungsschutz im Krankheitsfall erreicht
wird, der fast an die Absicherung für privat Versicherte heranreicht.
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